Tag 3: Fahrt nach Jaroslawl
Jaroslawl, so heißt unser heutiges Etappenziel. Da auch die Fahrt nicht länger als 150 Kilometer sein wird, machen wir erst am Vormittag los. Haben mal ein bisschen länger geschlafen – Luxus! Wir kommen an hübschen kleinen Orten vorbei und sind auch weiterhin von der tollen Landschaft angetan. Hätten wir wirklich nicht erwartet. Immer wieder sehen wir am Straßenrand Händler stehen, die sich mit dem Verkauf von Obst, Gemüse und anderen Waren, ihren Lebensunterhalt verdienen. Weil Obst gesund ist und wir gerade Appetit darauf haben, lassen wir ein paar Rubel da. Den ersten längeren Halt machen wir in Rostow. Die „Ewige Stadt Russlands“, wie Rostow auch genannt wird, liegt am wunderschönen Nerosee. Weil wir nicht schon wieder Kathedralen und Klöster von innen ansehen wollen, fahren wir lediglich an der Mariä-Entschalfens-Kathedrale und der Spas-na-Senjach-Kirche vorbei und halten für ein Foto an. Unser Hauptaugenmerk fällt auf den herrlichen Nerosee, der es wert ist, etwas länger betrachtet zu werden. Wir steigen am Nordufer aus und spazieren eine gute Stunde am Wasser entlang. Heute ist es mit 25 Grad ein schöner, warmer Tag. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass so ein großer See in den eisigen Wintermonaten komplett zufrieren kann. Wir fahren weiter nach Jaroslawl, wo wir am Nachmittag ankommen. Die Stadt hat nicht besonders viel zu bieten, ist zwar sehr schön gelegen, aber Sehenswürdigkeiten gibt es kaum. Da genießen wir doch glatt die Wolgapromenade und machen zum Tagesabschluss eine Fahrt mit der Straßenbahn. Gegessen wird heute im Hotel und danach wird noch ein russischer Film angesehen. Wir freuen uns, dass es Untertitel gibt. Bis wir merken, dass die auch auf Russisch sind. Dann gehen wir eben ins Bett.
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